Schädlinge an Zimmerpflanzen erkennen & erfolgreich behandeln

Du hegst und pflegst deine grünen Schätze und doch lassen sie die Blätter hängen? Das passiert selbst den grünsten Daumen mal. Denn oft besiedeln die lästigen, kleinen Biester deine Pflänzchen bereits beim Kauf oder sie verstecken sich gar in den Säcken frischer Erde. Wichtig ist, sie so schnell es geht wieder loszuwerden. Wie du Schädlinge an deinen Zimmerpflanzen erkennst und erfolgreich bekämpfst, verrate ich dir in diesem Artikel.

Licht, Wasser, Luftfeuchtigkeit: Ein gutes Immunsystem ist die beste Waffe gegen Schädlinge an Zimmerpflanzen

Pflanzen sind lebende Organismen. Ist ihr Immunsystem geschwächt, haben Springschwanz, Schmierlaus & Co. leichtes Spiel. Deswegen ist das Decken der Grundbedürfnisse deiner Pflanzen das A und O! Denn wer die individuellen Bedarfe seiner Zimmerpflanzen kennt, bietet Schädlingen weniger Angriffsfläche – und hat definitiv länger Freude an ihnen. Tricky wird es vor allem in den Wintermonaten: Während es vielen Pflanzen auf der Fensterbank zu kalt wird (kalte Füße mögen Pflanzen gar nicht!), kriegen sie an den meisten anderen Plätzen nicht mehr genügend Licht. Die Lösung? Pflanzenlampen! Diese findest du im Gartencenter oder beim Online-Händler deines Vertrauens. Aber was bedeutet das alles nun für dich als Plant Person? Lerne deine Pflanzen besser kennen! Folgende Punkte solltest du deswegen genauer studieren:

Deine grünen Freunde sind, im wahrsten Sinne des Wortes, empfindsame Pflanzen. Tatsächlich ist ihnen sogar der Wechsel der Jahreszeiten bewusst, sodass sie mitunter recht zickig auf Lichtveränderungen reagieren. Während beispielsweise Kakteen die Sonne lieben, reagieren andere Zimmerpflanzen recht allergisch oder gar mit Sonnenbrand auf direktes Sonnenlicht. Deswegen ist die Wahl des richtigen Standortes essenziell.

Da der individuelle Wasserbedarf stark von Art, Jahreszeit, Umgebungstemperatur und Lichtmenge abhängt, ist es wichtig diesen zu beobachten. Pauschalisieren lässt sich bei diesem Punkt also leider nichts, eines haben jedoch alle Pflanzen gemein: leiden sie Durst, fangen sie an zu welken. Grund hierfür ist der sogenannte „Tugordruck“. Dieser bestimmt die Festigkeit von Blatt und Stängel. Bekommt eine Pflanze zu wenig Flüssigkeit, sinkt dieser Druck. Die Folge? Blatt und Stängel werden schlaff und fangen an zu hängen. Besonders gut lässt sich dieses Phänomen bei Sukkulenten beobachten. Sind sie durstig, fangen ihre fleischigen Blätter an zu schrumpfen, werden schrumpelig und trocknen schließlich ein.

Da Kohlendioxid bereits in unserer Umgebungsluft vorhanden ist, können bzw. müssen wir uns um diesen Punkt gar nicht großartig bemühen – regelmäßiges Stoßlüften zur Verbesserung der Luftqualität reicht völlig aus. Easy!

Ähnlich wie wir Menschen benötigen auch Pflanzen Nährstoffe, um wachsen und gedeihen zu können. Diese befinden sich in dem Substrat, bzw. der Erde, in welche sie ihre Wurzeln stecken. Wenn die Nährstoffe nach einiger Zeit aufgebraucht sind, kannst du ganz einfach mit flüssigen oder festen Düngern nachhelfen. Häufigkeit und Menge liest du am besten auf der Verpackung nach. Ratsam ist auch, sich anfangs ein kleines Memo zu machen, wann zuletzt gedüngt wurde, um zu häufiges Düngen zu vermeiden. Dies verzeihen einem die meisten Pflanzen nämlich nur schwer.

Luftfeuchtigkeit ist ein oft vernachlässigter Faktor wenn es um die Pflege von Zimmerpflanzen geht. Dabei verbessert die Anpassung selbiger die Gesundheit der meisten Exemplare merklich. Vor allem tropische Pflanzen wie die Monstera deliciosa, welche in den meisten Wohnzimmern zu Hause ist, fühlt sich neben einem Luftbefeuchter deutlich wohler und bildet vermehrt neue Blätter aus. Darüber hinaus bestimmt die Umgebungsfeuchte auch das Trinkverhalten, denn: Je trockener die Luft, desto durstiger ist deine Pflanze. Dieser Bedarf ist jedoch recht unterschiedlich – während Wüstenpflanzen wie Kakteen Trockenheit brauchen, lieben es Dschungelbewohner besonders feucht. Learning by doing!

Wer nicht gerade ein Gewächshaus in der Wohnung aufstellen will, kann in Punkto Temperatur nicht all zu viel tun. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, vor allem in den Wintermonaten Prävention zu betreiben und der warmen, trockenen Heizungsluft entgegenzuwirken, „kalte Füße“ zu vermeiden und den Wasserbedarf genau im Auge zu behalten.

Oft unterschätzt und dennoch super wichtig: die richtige Blattpflege. Denn gerade in der Heizperiode führen aufgewirbelter Staub und trockene Heizungsluft dazu, dass das Blattwerk deiner Pflanzen nur schwer atmen und kaum mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann – perfekte Bedingungen für Schädlinge an Zimmerpflanzen! Entstaube diese daher regelmäßig mit Hilfe eines weichen, feuchten Schwammtuchs. Ich nehme dafür gerne das ganze Blatt in meine Handinnenfläche und wische es behutsam ab. Wer möchte, kann nach der Reinigung noch Blattglanz oder Blattpflegesprays nutzen.

Sonne oder Schatten? Den richtige Standort wählen

Wie bereits erwähnt spielen optimale Lichterverhältnisse eine wichtige Rolle wenn es darum geht, die idealen Lebensbedingungen für deine Zimmerpflanzen zu schaffen. Mir hilft es immer sehr mich kurz zu fragen, wie sich der Standort meiner Pflanzen in freier Wildbahn gestaltet. Viele Dschungelpflannzen, wie die Calathea beispielsweise, sind in tropischen Gebieten zu Hause. In den dichten Dschungelwäldern des Amazonas ist direktes Sonnenlicht eher rar, sodass sie zwar auch in unseren Wohnzimmern nach einem hellen Standort verlangt, dabei aber nicht in der prallen Sonne stehen mag. Sonnenanbeter, wie Echeverien, wachsen bei zu wenig Licht gerne in die Höhe und verlieren ihre natürliche Form, weil sie versuchen sich so gut es geht gen Licht zu strecken. Und die Glücksfeder ist sehr genügsam, sie mag kein direktes Sonnenlicht und gedeiht auch in schattigen Zimmerecken recht gut. Deswegen ist sie auch in Großraumbüros ein gern gesehener Gast.

Neben einer ausreichenden Menge an Licht solltest du außerdem sicherstellen, dass deine Pflanzen keinen Zug bekommen. Es gibt einige Arten, die auf Zugluft ziemlich allergisch reagieren. Dazu gehört beispielsweise der Ficus Benjamin: Steht er im Zug, färben sich seine Blätter braun und fallen schließlich ab. Vielen Zimmerpflanzen ist außerdem wichtig, dass sie genügend Platz haben. Große Pflanzen, wie die Strelitzie, gedeihen einfach deutlich besser, wenn sie ihre Blätter gemütlich ausstrecken können, denn so will es ihre Natur. Manche mögen es außerdem gar nicht, wenn sich ihre Blätter mangels Platz gegen kalte Wände lehnen müssen.

Das A und O: Zimmerpflanzen regelmäßig screenen!

Du hast trotz guter Pflege das Gefühl, irgendetwas stimmt nicht? Dann haben sich sehr wahrscheinlich Schädlinge in deinen Zimmerpflanzen breit gemacht. Wichtig ist nun, dass du die kleinen Plagegeister besser schnell als spät aufspürst, indem du die betroffene Pflanze genau unter die Lupe nimmst. Schau dir hierfür vor allem die Jungtriebe, Blattachseln und Blattunterseiten an – hier machen sich frühe Befälle als Erstes bemerkbar. So sind plötzlich verformte oder sich färbende Blätter, braune Flecken bzw. Blattränder, weiße Gespinnste, klebrige Beläge, gelbe Punkte, Fraßspuren oder auch helle, linienartige Streifen konkrete Anhaltspunkte für ungebetene Gäste. Findest du solche Hinweise, solltest du schleunigst handeln und mit der Bekämpfung der Schädlinge beginnen, um den Befall möglichst schnell zu stoppen. Ein solches Screening solltest du übrigens regelmäßig vornehmen. Nur so stellst du sicher, dass du Schädlinge an deinen Zimmerpflanzen früh genug entdeckst. Eine gute Gelegenheit hierfür bietet sich regelmäßig beim Gießen oder bei der Blattpflege.

Pro-Tipp: Ich persönlich separieren neue Exemplare beispielsweise erst einmal einige Zeit, bevor sie ihren finalen Standort in der Gruppe beziehen dürfen. Auf diese Weise schütze ich die Pflanzen meiner Sammlung und stelle zugleich sicher, dass ich mir keine Parasiten ins Haus geholt habe bzw. kann diese direkt bekämpfen, sofern ich welche finde. Dies gilt übrigens für alle Pflanzen mit Schädlingsbefall, denn ganz egal ob neu oder alt: Diese müssen sofort in Quarantäne, damit sich der Befall nicht auf deine anderen grünen Mitbewohner ausbreitet!

Quick-Check: Schädlinge und ihr Schadbild

SchädlingeSchadbild
Blattläusekleine gelbe / grüne / braune / schwarze Tierchen, meist flügellos
hinterlassen „Honigtau“: klebrig-glänzende Spuren auf den Blättern
Blätter wellen sich, hängen schlaff herunter
Blätter bekommen gelbe Flecken
Trauermückenschwarze, geflügelte Tiere mit langen Beinen
umkreisen deine Pflanzen meist beim / nach dem Gießen
Wachstum der Pflanze wird gehemmt, neue Blätter sterben ab
Wollläusekleine, weiße „Wollknäuel“, die sich auf Blattachseln, Stängel und in die Erde setzen
hinterlassen „Honigtau“: klebrig-glänzende Spuren auf den Blättern
Blätter werden gelb, schrumpelig oder wellen sich
Schildäuseorange-schwarze Insekten
hinterlassen „Honigtau“: klebrig-glänzende Spuren auf den Blättern
betroffene Stellen verblassen / vergilben
Spinnmilbennicht mit bloßem Auge erkennbar
hinterlassen weiße / blassgelbe Gespinste
weiße Flecken in den Gespinsten deuten auf leergesaugte Blattzellen hin
Blätter bekommen silberne Flecken, Blattränder rollen sich anschließend ein und sterben
ThripseAnsammlung gelber Larven auf den Blattunterseiten bzw. Blattadern, die sich bewegen
gelbe Färbung der Blätter, später kommen braune Flecken hinzu
Blattadern treten deutlicher hervor, Blatt sackt in sich selbst zusammen
Weiße Fliegenkleine, weiße Tierchen mit länglichen Flügeln
sitzen auf der Blattunterseite und fliegen hoch, sobald man sich der Pflanze nähert
hinterlassen „Honigtau“: klebrig-glänzende Spuren auf den Blättern
gelb bis schwarz gesprenkelte Blätter
Schädlinge hinterlassen an Zimmerpflanzen oft deutliche Spuren. Welche das sind, verrät dir diese Liste.

Tripse, Wollläuse & Co.: So erkennst und bekämpfst du Schädlinge an Zimmerpflanzen

Deine grüne Schönheit zeigt welke Blätter, gelbe Flecken oder klebrige Beläge und du bist dir sicher: Da stimmt was nicht! Dann ist es nun an der Zeit zu identifizieren, um welchen Schädlinge es sich konkret handelt, um diese auch effektiv bekämpfen zu können. Hierfür gibt es meist mehrere Optionen. Je nach Härte und Art des Parasiten reichen Hausmittel aus – manchmal muss aber auch die Chemiekeule her. Besonders effektiv sind außerdem Nützlinge: Diese sind die natürlichen Fressfeinde, sehr hilfreich im Einsatz gegen Schädlinge und ungefährlich für Mensch und Tier.

Die Blattlaus ist zwar nur wenige Millimeter groß, lässt sich aber dennoch sehr gut mit bloßem Auge erkennen. Je nach Art ist sie von grüner, rot- oder schwarzbrauner Farbe und saugt mit Vorliebe an den Blättern deiner Pflanzen. Dabei hat sie es vor allem auf den zuckerhaltigen Pflanzensaft abgesehen. Saftige Jungtriebe und Blattspitzen mag sie ganz besonders. Während sie sich durch deine Zimmerpflanze saugt, hinterlässt sie einen klebrigen Belag, den sogenannten Honigtau. Einen Befall quittieren Zimmerpflanzen meist mit welligen Blättern, die zum Teil gelbe Flecken aufweisen. Zur Bekämpfung kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Pflanze abduschen. Da die meisten Blattlausarten flügellos und relativ unbeweglich sind, ist das Abduschen befallender Pflanzen ein beliebtes Mittel zur Bekämpfung eines Blattlausbefalls. Schon Distanzen von 20 cm sind für die kleinen Läuse kaum überwindbar, sodass ein erneuter Befall unwahrscheinlich ist.
  • Hausmittel einsetzen. Ein beliebtes Hausmittel gegen Blattläuse ist Kaliseife. Hierfür wird ein Gemisch aus 15 ml Kaliseife und 1 l Wasser angesetzt. Beim Besprühen der Pflanze entsteht ein Schmierfilm, der die Atemwege der Läuse verklebt. Die Behandlung solltest du im Abstand von einer Woche wiederholen, bei Bedarf auch gerne mehrfach. Einen ähnlichen Effekt haben Gemische auf Basis von Neem-, Raps- oder Kokosöl. Diese werden im Verhältnis von 1:4 gemischt, sodass auf 1 l Wasser 250 Milliliter Öl kommen. Neemöl sollte aufgrund des starken Geruchs besser im Außenbereich angewendet werden.
  • Nützlinge einsetzen. Gerade zur Bekämpfung von Blattläusen lohnt sich der Einsatz von Nützlingen. So sind Marienkäfer die effektivsten Nützlinge, um Blattläuse loszuwerden. Immerhin verputzt die Marienkäferlarve bis zu 600 Blattläuse pro Tag. Florfliegen und Schlupfwespen sind weitere Fressfeinde, die Blattläusen ganz ohne Chemiekeule den Garaus machen. So saugen Florfliegenlarven Blattläusen regelrecht das Leben aus, während die Schlupfwespe ihre Eier in der Blattlaus legt. Auch diese Larve hat ihren Wirt zum Fressen gern.
  • Triebe abschneiden. Bei einem sehr starken Befall kann die Zahl der Blattläuse sehr einfach durch den Beschnitt einzelner Triebe minimiert werden, die besonders viele Läuse tragen.
  • Chemiekeule nutzen. Wenn all diese Maßnahmen nicht greifen, kann ein Schädlingsspray helfen. Diese haben meist eine Breitbandwirkung, sodass sie gegen diverse Schädlinge gleichermaßen zum Einsatz kommen und können im Pflanzenmarkt deiner Wahl erworben werden.

Trauermücken sind lästig und verstecken sich gerne im Erdreich neuer Pflanzen bzw. den Beuteln frischen Substrats. Sie lieben Feuchtigkeit und zeigen sich vor allem beim bzw. nach dem Gießen. Die schwarzen, geflügelten Tiere mit den langen Beinen sind gerade einmal zwei bis vier Millimeter groß – können dafür aber großen Schaden anrichten. So knabbern sich ihre gefräßigen, glasig-weißen Larven genüsslich durch das Wurzelwerk und sorgen auf diese Weise dafür, dass das künftige Wachstum deiner Pflanze gehemmt wird, da sie schlecht mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt wird. Ausgewachsene Weibchen legen bis zu 200 Eier in den wenigen Tagen ihrer kurzen Lebensdauer legt: So kann sich ein kleiner Befall relativ schnell ausbreiten. Deswegen ist es so wichtig, auf die Trauermücken selbst zu achten, da sich ein Schadbild erst nach längerer Zeit sichtbar wird. Zur Bekämpfung kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Gelbtafeln einsetzen. Das einfachste Mittel gegen Trauermücken sind Gelbtafeln – und kostengünstig noch dazu. Die kleinen Klebetafeln werden einfach in die Erde gesteckt. Die knallig gelbe Farbe lockt die ausgewachsenen Tierchen an: Diese bleiben daran kleben und ihr Lebenszyklus wird so unterbrochen. In Kombination mit Nützlingen sind leichte bis schwere Befälle gut in den Griff zu kriegen.
  • Nützlinge einsetzen. Die perfekte Ergänzung zu Gelbtafeln ist der Einsatz von Nematoden, auch Älchen oder Fadenwürmer genannt. Sie haben die kleinen Larven zum Fressen gern und die Handhabung ist spielend einfach: So werden die Nematoden mit dem Gießwasser auf betroffene Pflanze verteilt und fressen sich durch das Substrat, solange Trauermückenlarven vorhanden sind. Sie vermehren sich, solange Larven vorhanden sind und sterben wenn ihr Auftrag erfüllt ist. Nach guten zwei Wochen sollte ein Rückgang der Trauermücken zu verzeichnen sein. Die Behandlung sollte ansonsten wiederholt werden. Raubmilben sind eine gute Alternative zu den Nematoden. Sie kommen mitsamt Substrat, welches man einfach auf der Erde der betroffenen Pflanze verteilt. Die Räuber machen sich dann ans Werk und gehen auf Jagd nach den Larven. Praktisch: Raubmilben freuen sich ganz nebenbei auch alle weiteren Schädlinge, die ihnen in die Quere kommen. Wenn alle Fressfeinde beseitigt sind, verschwinden auch die sie wieder. Good to know: Damit Raubmilben wirklich gut arbeiten, benötigen sie eine Umgebungsfeuchte von 75 % und Temperaturen von 25 Grad.
  • Pflanze umtopfen. Viele Gärtnereien sind darauf ausgerichtet auf Masse zu produzieren. Um die Ware im Anschluss kostengünstig zum Verkauf anbieten zu können, wird gespart. Das fängt beim Übertopf an und hört beim Substrat auf. Aus genau diesem Grund verstecken sich Trauermücken auch meist bereits im Laden in der Erde. Das Umtopfen ist eine sehr gute Möglichkeit, Larven loszuwerden bzw. einen großen Befall einzudämmen.
  • Solbac einsetzen. Eine gute Alternative zur Chemiekeule sind Solbac-Tabs. Dieses biologische Präparat ist darauf ausgelegt, Larven bestimmter Mückenarten zu bekämpfen. Auf 1 l Wasser kommt ein Tab. Das Gemisch wird wie gewohnt zum Gießen verwendet und ist für Mensch und Tier unbedenklich und kann online erworben werden.
  • Erde austrocknen lassen. Von dieser Option würde ich persönlich abraten, erstrecht wenn ihr noch Newbies seid. Es gibt nur sehr wenige Pflanzen – hierzu gehören u. a. der Elefantenfuß, der Geldbaum und verschiedene Kakteen- und Sukkulenten – die einem die völlige Trockenheit verzeihen, denn sie benötigen Wasser, um zu überleben. Sind sie selbst nicht in der Lage dieses zu speichern, gehen sie ein.

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind für mich persönlich die hartnäckigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen. Sie breiten sich binnen kurzer Zeit massiv aus, richten großen Schaden an und sind nur schwer zu bekämpfen: Während sie genüsslich den Pflanzensaft aus deiner Pflanze saugen, sondern sie zugleich ein Gift ab, welches ihr Opfer schwächt. Die bis zu 12 mm großen Tiere scheiden eine wachsartige Substanz aus, die sie umhüllt und den viele gern mit Schimmel verwechseln. Ähnlich, wie Blattläuse, hinterlassen auch Schmierläuse den klebrig-glänzenden Honigtau. Die Weibchen vermehren sich eingeschlechtlich und legen alle zwei Monate bis zu 600 Eier. Diese werden bevorzugt in der Erde und den Blattachseln – so nennt man den Übergang zwischen Stängel und Blatt – versteckt, wo sie gut geschützt sind. Schlüpfen diese nach ungefähr zehn Tagen, wird ein kleiner Befall schnell zu einem großen. Betroffene Pflanzen müssen sofort isoliert werden, da Wollläuse die Angewohnheit haben sich auf andere Pflanzen auszubreiten.

  • Nützlinge einsetzen. Sehr effektiv im Kampf gegen Wollläuse ist der Australische Marienkäfer. Er frisst bis zu 300 Wollläuse. Damit er sich wohlfühlt, benötigt er allerdings eine hohe Luftfeuchtigkeit eine Temperatur von mindestens 20 Grad – kalte Winternächte und trockene Heizungsluft mag er eher nicht so. Ähnlich verhält es sich mit Raubmilben: Sie arbeiten am effektivsten bei Temperaturen um die 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit on 75 %. Die Anwendung hingegen ist easy peasy. So kommen die Milben mitsamt Substrat. Sie werden auf der Erde der erkrankten Pflanze ausgesetzt und fressen sich genüsslich durch Pflanze und Substrat, bis alle Fressfeinde verputzt sind. Nützlinge können im Pflanzenfachmarkt deines Vertrauens und natürlich online erworben werden.
  • Hausmittel einsetzen. Wie schon bei der Blattlaus kann eine Behandlung mit Kaliseife bei einem Wolllausbefall Abhilfe schaffen. Hierfür mischt man 15 ml Kaliseife mit 1 l Wasser und sprüht die erkrankte Pflanze großzügig ein. Der dabei entstehende Schmierfilm verklebt die Atemwege der Parasiten, diese sterben folglich ab. Die Behandlung sollte nach einer Woche wiederholt und bei Bedarf im wöchentlichen Takt weitergeführt werden.
  • Triebe abschneiden. Sofern der Befall sich noch nicht auf die gesamte Pflanze ausgebreitet hat, können die gut sichtbaren Wollläuse auch mittels Beschnitt einzelner Triebe entfernt werden.
  • Pflanze umtopfen. Da Wollläuse gerne auch in der Erde nisten, ist das Umtopfen eine sehr gute Möglichkeit, um größere Befälle einzudämmen – das Umtopfen alleine reicht jedoch nicht aus, um die Viecher loszuwerden.
  • Chemiekeule nutzen. Schmierläuse sind wirklich schwer zu bekämpfen. Als Ultima Ratio – oder eventuell sogar direkt?! – würde ich bei geliebten Pflänzchen zur Chemiekeule bzw. einem Insektizid greifen. Diese können im Pflanzenfachmarkt erworben werden und wirken, dank Breitbandwirkung, gleich diversen Schädlingen auf einmal entgegen.

Ebenso wie Wollläuse ernähren sich auch Schildläuse von Pflanzensaft. Die kleinen, orange-schwarzen Tiere haben einen festen, wachsartigen Panzer auf dem Rücken und heften sich regelrecht an die Stengel, die Blattunterseiten und die Blattachseln deiner Pflanze. Den bis zu sechs Millimeter großen Insekten dient der Schild als Schutz vor Feinden, er schützt den Nachwuchs und sorgt dafür, dass die Schildläuse ungestört überwintern können. Klebrig-glänzender Honigtau ist auch bei dieser Lausart ein prägnanter Hinweis für einen Befall. Außerdem zeigen betroffene Pflanzen blasse oder sich gelb färbende Flecken. Bei starken Befällen ist die Pflanze so geschwächt, dass die anfällig für Pilzerkrankungen wird. Ist dies der Fall, erkennt man dies an dunklen, fast schwarzen Trieben und Flecken. Schildläuse gelten als sehr hartnäckige Schädlinge an Zimmerpflanzen. Die Möglichkeit, Nützlinge auf diese Plagegeister loszulassen ist leider nicht gegeben, da sie durch ihren Schild vor diesen geschützt sind.

  • Schildläuse abkratzen. Ja, du hast richtig gelesen. Schildläuse sind wirklich hartnäckig, doch kann man sie sehr gut aufspüren und schließlich entfernen, indem man sie von der Pflanze kratzt. So verliert das Muttertier ihren Schutzpanzer und sie bzw. ihre Larven sind weiteren Maßnahmen gegenüber schutzlos ausgeliefert.
  • Hausmittel einsetzen. Nach erfolgreichem Abkratzen der Schildläuse ist es wichtig, die Pflanze mit Schmierseife zu behandeln. Hierfür sprüht man die befallene Pflanzen großzügig mit einem Gemisch aus 15 ml Kaliseife und 1 l Wasser ein. Diese Behandlung sollte im Abstand von einer Woche mindestens einmal wiederholt werden. Alternativ können auch Gemische auf Ölbasis genutzt werden. Hierfür wird ein Teil Öl mit vier Teilen Wasser miteinander kombiniert. Neem-, Raps- und Kokosöl sind hierfür geeignet. Es empfiehlt sich, die Anwendung mit Neemöl im Außenbereich zu machen, da Neemöl recht geruchsintensiv ist.
  • Chemiekeule nutzen. Ist der Befall besonders schwer kann nach dem Entfernen der Panzer auch zu Schädlinggspray gegriffen werden. Die Auswahl ist groß, sodass sich ein Gang in den nächsten Pflanzenmarkt lohnt.
  • Triebe abschneiden. Befindet sich der Befall noch im Anfangsstadium und es sind nur vereinzelte Schildläuse sichtbar? Dann kann ein Beschnitt einzelner Triebe sehr effektiv sein. Dies empfiehlt sich vor allem bei Trieben, die besonders stark befallen und folglich nicht mehr zu retten sind.
  • Pflanze umtopfen. Falls dir auffällt, dass die Schildläuse immer wieder kommen kann es gut sein, dass sich diese im Erdreich verstecken. Deswegen würde ich all die zuvor genannten Maßnahme immer auch mit dem Umtopfen der Pflanze in einen neuen Topf mit frischer Erde empfehlen. Better safe than sorry!

Sie machen sich besonders gerne in der kalten Jahreszeit breit, da sie die trockene Heizungsluft lieben: Spinnmilben. Die Insekten selbst sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die weißen, manchmal gelblichen Gespinste, die sie hinterlassen dafür schon. Diese hinterlassen sie überwiegend an den Blattunterseiten und in den Blattachseln deiner Pflanzen. Weiße Punkte sind ein Hinweis auf leer gesaugte Blattzellen, denn auf diese haben es die Spinnmilben abgesehen. Dabei injizieren sie ihren giftigen Speichel und schwächen ihren Pflanzenwirt umso mehr. Als Schadbild bleiben silbrig gesprenkelte Blätter zurück. Die vielen Löcher verschmelzen im weiteren Verlauf zu gräulichen bis bronzefarbenen Flecken. Die Blätter beginnen daraufhin sich an den Rändern einzurollen, wirken matt, verkrümmen und sterben schließlich ab.

  • Pflanze abduschen. Da Spinnmilben Feuchtigkeit und Kälte verabscheuen, lohnt sich eine Dusche mit kaltem Wasser. Es muss nicht eiskalt sein, aber kälter als handwarm definitiv. Um zu vermeiden, dass die Erde mit Spinnmilben-Wasser durchtränkt wird, packst du den Topf deiner Pflanze am besten in einen Müllsack und bindest diesen zu, so fest du kannst – natürlich so, dass die Stängel keinen Schaden nehmen. Nun kannst du die Blätter deiner Pflanze mit Hilfe der Handbrause waschen. Setze dabei ein besonderes Augenmerk auf die Blattunterseiten und Blattachseln. Ein kleiner Lappen könnte hierfür ein gutes Hilfsmittel sein. Gib deiner Pflanze im Anschluss genügend Zeit, um in Ruhe im Badezimmer zu trocknen und die Luftfeuchtigkeit so gut es geht aufzunehmen.
  • Hausmittel einsetzen. Meiner Erfahrung nach reicht das Abduschen als Maßnahme leider noch nicht aus, deswegen würde ich zumindest die zusätzliche Behandlung mit Schmierseife empfehlen. Hierfür wird die befallene Pflanze großzügig mit einem Gemisch aus Kaliseife (15 ml) und Wasser (1 l) eingesprüht. Diese Prozedur kann, wenn nötig, im wöchentlichen Abstand wiederholt werden. Gemische auf Ölbasis sind eine weitere Option, mit der du versuchen kannst deine Pflanze zu behandeln. Neem, Raps- und Kokosöl eignen sich hierfür gut. Diese werden 1:4 gemischt. Da Neemöl stark riecht, bitte nur im Außenbereich anwenden.
  • Nützlinge einsetzen. Neben den klassischen Hausmitteln können Raubmilben sehr effektiv im Kampf gegen Spinnmilben sein. Die Anwendung ist denkbar einfach: So kommen die Jäger mitsamt Substrat, welches auf der Erdoberfläche der Pflanze verstreut wird. Von dort aus machen sie sich direkt auf die Jagd nach Spinnmilben samt Nachwuchs und verputzen ganz nebenbei auch noch diverse andere Gegner. Solange sie Fressfeinde finden, verrichten sie ihre Arbeit. Ist diese erfüllt und lassen sich keine Leckerbissen mehr finden, sterben die Raubmilben. Wichtiger Hinweis: Raubmilben benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit von mind. 75% und eine Umgebungstemperatur von 25 Grad, damit sie sich wohl fühlen.
  • Triebe abschneiden. Bei einem Befall mit Spinnmilben würde ich definitiv alle bereits beschädigten Blätter bzw. Triebe entfernen. Diese lassen sich meist eh nicht mehr retten und die Zahl der Milben lässt sich auf diese Weise leicht reduzieren.
  • Chemiekeule nutzen. Hilft das alles nichts, würde ich zum Schädlingsspray greifen. Die Anwendung variiert je nach Art und Hersteller, bitte immer die Anwendungshinweise beachten.

Meine persönliche Nr. 2 der Schädlings-Endgegner und der Grund, weswegen ich so dringlich auf Blattpflege und das Decken der Grundbedürfnisse hinweise: Thripse. Sie breiten sich wirklich in einem rasenden Tempo aus und lieben es, auf andere Pflanzen überzugehen. Du erkennst sie an den gelben Larven, die überwiegen auf den Blattunterseiten und um die Blattadern herum zu finden sind. Bei genauerer Betrachtung wirst du beobachten können, dass sich diese bewegen. Mit fortschreitendem Alter färben sie sich schwarzbraun und bekommen Flügel. Auch diese Plagegeister entziehen den Blättern Nährstoffe, diese werden gelb, wobei die Blattadern deutlich hervortreten. In der Folge werden die befallenen Blätter immer schlaffer, bekommen braune Flecken und gehen schließlich ein. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen betroffene Pflanzen umgehend isoliert werden. Da Thripse besonders hartnäckig sind, solltest du sofort Maßnahmen ergreifen – und diese ggf. wiederholen – und in der nächsten Zeit täglich auf die Suche nach neuen Larven gehen.

  • Pflanze abduschen. Thripse haben meist dann eine Chance, wenn wir nachlässig werden und nicht gut genug auf die Grundbedürfnisse unserer grünen Mitbewohner achten. Sie lieben trockene Bedingungen, weswegen eine lauwarme Dusche durchaus Sinn macht. Hierfür solltest du den Topf mit der Erde in einen Müllbeutel stellen und soweit zubinden, dass die Stängel deiner Pflanze keinen Schaden nehmen. So vermeidest du, dass die Larven ins Erdreich gespült werden. Nun kannst du die Blätter mit Hilfe eines weichen Tuchs und der Handbrause gründlich abspülen bzw. abwischen– hierbei solltest du dir besonders bei den Blattunterseiten Mühe geben. Im Anschluss kannst du deine Pflanze noch eine gute Weile im feucht-nassen Klima deines Badezimmers trocknen lassen. Falls du die Möglichkeit hast, neben deiner Pflanze einen Raumbefeuchter aufzustellen, solltest du diese auf jeden Fall nutzen.
  • Triebe abschneiden. Dieser Schritt schmerzt, ist jedoch bei starken Befällen unumgänglich, da sich die Larven gerne in den noch eingerollten Jungblättern betroffener Pflanzen verstecken und somit für eine Weile vor allen weiteren Maßnahmen geschützt sind. Deswegen ist es wichtig, alle Jungblätter bzw. Triebe zu entfernen. Diese lassen sich meist eh nicht mehr retten, da sich die Larven nach und nach genüsslich durch die Blattzellen fressen würden. Der Befall lässt sich hierdurch aber gut dezimieren.
  • Hausmittel einsetzen. Du hast gerade keine Chemiekeule zur Hand und der Befall scheint noch nicht zu groß zu sein? Dann solltest du es vorerst mit den bewährten Hausmitteln versuchen und die betroffene Pflanze mit Schmierseife behandeln. Hierfür wird diese sorgfältig mit einem Gemisch aus Kaliseife (15 ml) und Wasser (1 l) eingesprüht. Diese Prozedur sollte erstmal alle paar Tage wiederholt werden. Gemische auf Ölbasis sind eine weitere Option, mit der du versuchen kannst deine Pflanze zu behandeln. Neem, Raps- und Kokosöl eignen sich hierfür gut. Diese werden 1:4 gemischt. Achtung: Neemöl bitte nur im Außenbereich anwenden.
  • Nützlinge einsetzen. Als natürliche Fressfeinde kannst du Raubmilben oder die Larven der Florfliege auf deine Thripse loslassen. Während Raubmilben jedoch auf eine Luftfeuchtigkeit um von 75 % und Temperaturen um 25 Grad angewiesen sind, sind Florfliegenlarven durchaus robuster. Die Anwendung muss jedoch mehrmals wiederholt werden. Nützlinge sind nicht nur bei mittleren bis schweren Befällen eine gute Maßnahme, sie können auch präventiv eingesetzt werden.
  • Chemiekeule nutzen. Hilft das alles nichts, würde ich zum Schädlingsspray bzw. Insektizid greifen. Hier bitte immer die Anwendungshinweise beachten, da diese je nach Art und Hersteller variiert.
  • Blautafeln einsetzen. Diese haben eine magische Anziehungskraft auf ausgewachsene Thripse. So bleiben diese an der klebrigen Oberfläche hängen und können sich nicht weiter vermehren. Als alleiniges Mittel zur Bekämpfung sind Blautafeln allerdings nicht geeignet – dafür aber eine gute Möglichkeit, um Prävention zu betreiben.

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, die weiße Fliege gehört zur Gattung der Mottenschildläuse und ist somit eng mit Schild- und Blattläusen verwandt. Meist macht sie in den warmen Monaten Ärger, denn sie mag es gerne warm und feucht und stirbt bei kalten Temperaturen ab. Wer die weiße Fliege genauer betrachtet, erkennt sie an ihren leicht durchsichtigen Flügeln und ihren Sprungbeinen am Hinterleib. Die Weibchen haben eine Lebensdauer von rund vier Wochen und legen in dieser Zeit etwa 400 Eier. Diese sind von grüngelber Farbe und werden gerne an den Blattunterseiten platziert. Die gelblichen Larven sind mit bloßem Augen erkennbar. Weitere Hinweise für einen Befall sind die weißen Fliegen selbst: Sie schrecken hoch, sobald du dich der Pflanze näherst oder diese berührst. Außerdem hinterlassen weiße Fliegen gelb gefleckte Fraßspuren auf den Blattoberseiten, Honigtau, silbrig-weiße Flecken auf den Blattunterseiten. In der Folge verkümmern die Blätter und werden schließlich abgeworfen.

  • Triebe abschneiden. Dieser Schritt schmerzt, ist jedoch bei starken Befällen unumgänglich, da sich die Larven gerne in den noch eingerollten Jungblättern betroffener Pflanzen verstecken und somit für eine Weile vor allen weiteren Maßnahmen geschützt sind. Deswegen ist es wichtig, alle Jungblätter bzw. Triebe zu entfernen. Diese lassen sich meist eh nicht mehr retten, da sich die Larven nach und nach genüsslich durch die Blattzellen fressen würden. Der Befall lässt sich hierdurch aber gut dezimieren.
  • Pflanze umtopfen. Viele Gärtnereien sind darauf ausgerichtet auf Masse zu produzieren. Um die Ware im Anschluss kostengünstig zum Verkauf anbieten zu können, wird gespart. Das fängt beim Übertopf an und hört beim Substrat auf. Aus genau diesem Grund verstecken sich Trauermücken auch meist bereits im Laden in der Erde. Das Umtopfen ist eine sehr gute Möglichkeit, Larven loszuwerden bzw. einen großen Befall einzudämmen.
  • Gelbtafeln einsetzen. Das einfachste Mittel gegen die weiße Fliege sind Gelbtafeln. Diese sind mit einem klebrigen Lockmittel versehen und werden einfach in die Erde gesteckt. Das knallige Gelb lockt die ausgewachsenen Tierchen an: Diese bleiben daran kleben, sodass ihr Lebenszyklus unterbrochen wird. In Kombination mit Nützlingen sind leichte bis mittlere Befälle gut in den Griff zu kriegen.
  • Nützlinge einsetzen. Die natürlichen Feinde weißer Fliegen sind Schlupfwespen. Diese sorgen für eigenen Nachwuchs, indem sie ihre eigenen Eier in den Larven der Schädlinge absetzen. Außerdem haben Schlupfwespen die Larven der weißen Fliege zum Fressen gern.
  • Ätherische Öle nutzen. Was weiße Fliegen mögen? Ätherische Öle! So mag die Laus Kräuter, wie Basilikum und Thymian, aber auch Knoblauch überhaupt nicht gerne riechen. Vorbeugend kann es also eine gute Idee sein, Kräutertöpfe ins Fensterbrett zu stellen, denn die meisten Schädlinge holen wir uns selbst ins Haus. Ein selbst angesetzter Sud kann ebenfalls wahre Wunder bewirken. Hierfür wird ganz einfach eine Hand voll Kräuter für einige Tage in Wasser eingelegt. Für den Knoblauchsud werden zwei grob gehackte Knollen Knoblauch kurz in Wasser aufgekocht. Der abgekühlte Knoblauch bzw. Kräutersud wird dann mit Hilfe eines Zerstäubers großzügig auf der erkrankten Pflanze verteilt. Die Anwendung kann beliebig oft wiederholt werden.
  • Hausmittel einsetzen. Ein Gemisch aus Schmierseife bzw. Öl und Wasser kann ebenfalls zur Bekämpfung weißer Fliegen genutzt werden. Hierfür wird die befallene Pflanze sorgfältig mit einem Gemisch aus Kaliseife (15 ml) und Wasser (1 l) eingesprüht. Diese Prozedur sollte erstmal alle paar Tage wiederholt werden. Gemische auf Ölbasis sind eine weitere Option zur Behandlung deiner Pflanzen: Neem, Raps- und Kokosöl sind hierfür hervorragend geeignet. Diese werden 1:4 gemischt. Achtung: Da Neemöl einen sehr beißenden Geruch hat, bitte nur im Außenbereich anwenden.
  • Chemiekeule nutzen. Da sich die weiße Fliege in der Regel recht gut mit den bereits genannten Maßnahmen bekämpfen lässt, ist die Ultima Ratio eigentlich nicht nötig. Falls doch, kann natürlich ein Schädlingsspray zum Einsatz kommen. Wie immer gilt auch hier: Bitte unbedingt die Anwendungshinweise beachten.

Was auch hilft? Zu wissen, wann ein Kampf verloren ist…

Denn Hand aufs Herz: Es ist zwar unglaublich befriedigend eine Pflanze mit Schädlingsbefall wieder gesund zu pflegen, aber es ist genau so wichtig zu wissen, wann man mit den heimischen Rehabilitationsversuchen aufhören sollte, um die anderen Pflanzen nicht weiter zu gefährden. Denn je nachdem, um welche Schädlinge es sich handelt und wie stark der Befall ist, können eigene Versuche mal mehr, mal weniger von Erfolg gekrönt sein. Ich selbst habe erst kürzlich eine wunderschöne String of Tears mit Wolllausbefall entsorgen müssen. Während Trauermücken also eher schwache Gegner sind, stellen sich Thripse und Wollläuse auch gerne als besondere Herausforderung dar. Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg beim Vorbeugen bzw. Bekämpfen und freue mich über eine Mail oder einen Kommentar, falls du weitere Fragen zu diesem Thema hast!


Hej, ich bin Anne.

Online-Redakteurin, Sozialpädagogin und Mama. Berufliche bewege ich mich zwischen zwei Welten – und schreibe ganz nebenbei noch an meinem ersten Kinderbuch. Schön, dass du da bist! über mich →

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