Monstera deliciosa – Königin der Dschungelpflanzen

Die Monstera deliciosa ist die wohl beliebteste Zimmerpflanze und ein Must-have für jeden Urban Jungle-Fan. Ganz egal, ob Studentenbude oder Designerhaus, die wilde Schönheit begeistert Pflanzenfreunde bereits seit den 60er-Jahren mit ihren großen, zerschlissenen und herzförmigen Blättern. So zaubert die immergrüne Kletterpflanze mit ihrem dekorativen Antlitz Dschungel-Vibes in jeden Raum und dient als Inspiration im Kreativbereich. Dabei ist die beliebte Zimmerpflanze ebenso pflegeleicht wie imposant – und somit perfekt für Anfänger geeignet.

Steckbrief: Monstera deliciosa

PflegegradEinsteiger
Standorthell bis halbschattig
direkte Sonne unbedingt vermeiden
Gießenca. alle 7-14 Tage
Luftfeuchtigkeithoch
Substratlocker und humusreich
Düngenim Sommer ca. alle 2 Wochen
im Winter ca. alle 4-6 Wochen
Blütebei guter Pflege nach
etwa zehn Jahren möglich
Rankhilfesobald Pflanze kopflastig wird
Toxizitätalle Teile der Monstera sind giftig
Ausnahme: reife Frucht

Back to the roots: Herkunft & Wuchs des Köstlichen Fensterblatts

Auch bekannt als „Swiss Cheese Plant“ oder „Köstliches Fensterblatt“, gehört die Monstera deliciosa zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Ursprünglich beheimatet in Mexiko und den tropischen Gebieten Amerikas, wächst die robuste Kletterpflanze in ihrem natürlichen Habitat bis zu mehrere Meter hoch und besiedelt dort die Baumkronen gigantischer Urwaldriesen. Bis zu 50 Arten der Gattung Monstera sind mittlerweile bekannt, diese werden mitunter an die 200 Jahre alt und unterscheiden sich teils deutlich in Wuchs, Blattstruktur und Aussehen voneinander. Während die Monstera adansonii, auch als „Monkey Mask“ bekannt, extrem durchlöcherte Blätter aufweist, kommt die Monstera variegata mit einer weißen Panaschierung daher, die ihr einen enormen Seltenheitsfaktor verleiht.

Doch die Monstera deliciosa ist die wohl bekannteste und beliebteste ihrer Art. Während sich Jungpflanzen leicht an ihren grünen und herzförmigen Blättern erkennen lassen, weisen reife Exemplare deutlich zerschlissene Blätter mit zum Teil länglichen Löchern auf. Letztere helfen der Dschungelpflanze vor allem in ihrem heimischen Lebensraum dabei, starken Regenfällen und Winden standzuhalten, welche nunmal zum Daily Business dieser tropischen Gegenden gehören. Junge Blätter der Monstera sind nur zu Beginn von hellgrüner Farbe und dunkeln binnen weniger Wochen stark nach.

Monstera

Mit voranschreitendem Alter bildet die Monstera deliciosa zudem etliche Luftwurzeln aus. Diese werden in freier Wildbahn meterlang und erfüllen hier gleich zwei wichtige Funktionen: So dienen sie der Pflanze nicht nur als verlängerter Arm, um sich besser an Felsspalten und anderen Pflanzen in schwindelerregender Höhe festhalten zu können, auch unterstützen sie die Pflanze bei der so wichtigen Aufnahme von Nährstoffen und Wasser. Deswegen gilt: Luftwurzeln werden nicht beschnitten! Störende Exemplare kannst du einfach in die Erde umleiten, indem du diese bei entsprechender Länger in die Erde steckst.

Nice to know: Blüte und Fruchtstand der Monstera deliciosa

Wenn sich die immergrüne Schönheit dann noch extrem wohl fühlt, blüht sie – im wahrsten Sinne des Wortes – so richtig auf. Denn unter optimalen Bedingungen trägt die Monstera Blüten, welche delikate Früchte hervorbringen. Diese gelten in ihrer Heimat als Delikatesse – daher hat die Monstera deliciosa auch ihren Namen.

Erst wenn die Pflanze ein Alter von mindestens zehn Jahren erreicht hat, entscheidet sie sich zu blühen. Wer das Glück hat, dieses seltene Naturschauspiel zu erleben, kann sich eines spektakulären Anblickes erfreuen: Umgeben von einem einzigen Hüllblatt in cremeweiß, erinnert die phallusförmige Frucht stark an Maiskolben. Die Frucht selbst wird von einer Schale aus hexagonalen Plättchen geschützt, welche zu Beginn von dunkelgrüner Farbe sind und mit zunehmender Reife heller werden. Geschmacklich ähnelt das cremig-weiße Fruchtfleisch einer Melange aus Banane, Erdbeere und Ananas. Den Zeitpunkt für die Blüte wählt die beliebte Zimmerpflanze ganz und gar willkürlich. Auch für den Verzehr der Frucht braucht es einiges an Geduld und Pflege, denn die Reifezeit beträgt nicht weniger als 12 Monate.

Doch Vorsicht ist geboten, denn: Alle anderen Teile der Monstera deliciosa sind giftig und ganz und gar nicht für den Verzehr geeignet! Wird die Frucht vor Essreife verzehrt, kann es zu einer Reizung der Schleimhäute kommen, welche sich durch ein Kratzen an Lippen, Mund und im Rachen bemerkbar macht.

Licht, Standort und Luftfeuchtigkeit: So machst du deine Monstera happy

Das ist ja alles schön und gut. Aber was braucht die Monstera denn nun, um groß und stark zu werden? Als Dschungelpflanze mag die Monstera zwar kein direktes Sonnenlicht, braucht aber dennoch einen sehr hellen bis halbschattigen Standort. Denn: Steht sie zu dunkel, bilden ihre Blätter nicht die typische Blattstruktur aus, für die sie so bekannt und beliebt ist. Außerdem fühlt sie sich bei Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad so richtig wohl.

Die Fingerprobe ist hier das einfachste Mittel, um ihren Wasserbedarf festzustellen. Stecke hierfür einfach einen Finger etwa zwei bis drei cm weit in die Erde. Ist die Erde trocken? Dann ist es Zeit, sie zu gießen. Ich würde sie hierfür in eine Schüssel mit Wasser stellen und die Monstera so lange trinken lassen, wie sie mag. Je nach Größe der Pflanze ist es nämlich schwer einzuschätzen, ob sie von oben gegossen auch wirklich genügen Wasser bekommen hat. Wenn du dennoch von oben gießen magst, warte bitte unbedingt so lange ab, bis das Wasser unten wieder rauskommt. Erst dann kannst du sicher sein, dass die Monstera genug gegossen wurde.

Sprühen, Duschen, Wischen: Tipps & Tricks für mehr Luftfeuchtigkeit

Was sie außerdem super gerne mag: abduschen, regelmäßig mit einem Zerstäuber besprühen oder in den Regen stellen! Als tropische Pflanze liebt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein bisschen Wind haut sie schon nicht um. Ein idealer Standort wäre beispielsweise ein relativ helles Tageslichtbad, denn hier ist die Umgebungsfeuchte meist am höchsten. Diese sollte bei etwa 50-60% liegen. Gerade in den Wintermonaten sollte der trockenen Heizungsluft entgegengewirkt werden. Ein weiterer Tipp ist, die Blätter deiner Monstera ab und an mit einem weichen, feuchten Tuch abzuwischen. Ich nutze hierfür ein weiches Fensterleder. Dies hilft den Blättern deiner Pflanze, besser atmen und die Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung besser aufnehmen zu können. Und ganz nebenbei tust du ihr so in Punkto Schädlingsbekämpfung auch noch etwas Gutes.

Du hast leider kein Tageslichtbad? Kein Problem!
Ein Luftbefeuchter, der neben der Pflanze platziert wird, tut es nämlich auch. Ein Hygrometer hilft dir dabei, Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten. Denkbar wäre also auch, die grüne Schönheit samt Verdampfer neben einem großen Fenster zu platzieren.

Gießen, Düngen, Umtopfen: So pflegst du deine Monstera richtig

Monsteras sind in der Regel sehr gutmütig und verzeihen so einige Pflegefehler. Ich persönlich habe bei ihr keine starre Gießgewohnheit, denn mit den Jahren lernt man diese Pflanze ganz gut kennen: Ist sie durstig, lässt sie die Blätter hängen und darf sich so richtig satt trinken. Dies ist im Sommer meist alle zehn bis 14 Tage der Fall. Knusprig braune Blattränder sind ein weiteres Indiz dafür, dass sie dringend Wasser braucht – so weit würde ich es allerdings nicht kommen lassen!

Dank der Luftwurzeln ist die Monstera im Vergleich zu anderen Pflanzen weniger durstig und geht nicht sofort ein, wenn du mal ein paar Tage später dran bist. Dies ist auch wichtig, um die Monstera deliciosa vor Wurzelfäule zu schützen. Diese entsteht nämlich meist dann, wenn sie „nasse Füße“ bekommt, also zu oft und zu viel gegossen wird. Idealerweise nimmst du zum Gießen destilliertes, gefiltertes oder Regenwasser um den Durst deines Fensterblatts zu stillen. Kalkarmes Leitungswasser ist ebenfalls okay. Damit deine Pflanze keinen Schock bekommt, hat dieses am besten Zimmertemperatur.

Gut zu wissen: Neben den Luftwurzeln ist die Monstera deliciosa mit einem weiteren Feature ausgestattet, welches für die richtige Balance ihres Wasserhaushalts sorgt. Nämlich der Möglichkeit, einen Überschuss an Wasser mittels ihrer Blätter abtropfen zu lassen. Das sieht immer ein wenig danach aus, als würden die Pflanze weinen, denn an ihren Blattspitzen hängen nun kleine Tropfen, die wie Tränen anmuten. Dieses Phänomen, das beim erstmaligem Entdecken eventuell kurz verunsichert, erfüllt also eine wichtige Aufgabe und hat natürlich auch einen Namen: Guttation. Neben der Monstera deliciosa gibt es noch viele weitere Pflanzen, die Guttationstropfen entwickeln, um einem Wasserüberschuss entgegen zu wirken. Die Glücksfeder, das Elefantenohr und Alocasien sind einige weitere Beispiele, bei denen diese Besonderheit zu beobachten ist.

Düngen ja, aber nicht zu ambitioniert!

Und wie schaut es mit dem Düngen aus? Das ist gar nicht so kompliziert! Um die Monstera optimal mit Nährstoffen zu versorgen, kannst du dich grob an zwei Rhythmen orientieren. So gilt die warme Jahreszeit zwischen April und August als aktive Phase der Pflanze, während der sie prächtig wächst und spätestens alle zwei Wochen Dünger benötigt, da sie in dieser Zeitspanne viele Nährstoffe verstoffwechseln muss. Und ab September begibt sie sich in die Ruhephase, heißt: Von nun an möchte sie grundsätzlich weniger gedüngt und gegossen werden. Während dieser Zeit wird sie eher wenige bis gar keine neue Blätter schieben und benötigt daher auch nur alle vier bis sechs Wochen Nährstoffe.

Die Dosierung hängt stark von Art und Größe der Pflanze – und natürlich dem Dünger selbst ab. Hierfür schaust du am aller besten auf die Anleitung des Düngers deiner Wahl. Ich persönlich bevorzuge Flüssigdünger, welchen ich in einer separaten Wasserflasche anmische, um nicht versehentlich zu viel Dünger zu vergießen. Denn was einem meist keiner sagt: Man kann seine Monstera auch kaputtlieben. Dünge lieber einmal zu wenig, als zu viel.

Monstera richtig umtopfen: Mit Hilfe der 20%-Regel gelingt es dir

Deine Monstera freut sich über einen Umzug in einen neuen, größeren Topf, sobald ihr altes Zuhause zu klein geworden ist. Das erkennst du ganz gut daran, dass sich die Wurzeln einen Weg durch die Abtropflöcher ihres bisherigen Topfes suchen. Manch eine Pflanze schiebt in ihrer aktiven Phase auch so viele Blätter, dass sie kopflastig wird und eine Rankhilfe benötigt, da sie einfach nicht mehr genügend Halt findet. Spätestens jetzt ist es Zeit, die grüne Schönheit umzutopfen!

Als beste Jahreszeit für den Wechsel in ein größeres Gefäß gilt bei den meisten Pflanzen das Frühjahr, also die Zeit von Februar bis April, kurz bevor die Monstera aus ihrem Winterschlaf erwacht und einen kleinen Booster an nährstoffreicher Erde gut vertragen kann. Wähle hierfür bitte keinen zu großen Topf. Dieser sollte auf jeden Fall Abtropflöcher haben und nur etwa 20% größer, also nicht zu groß sein, weil die Wurzeln deines Fensterblatts sonst von zu viel nasser Erde umgeben sind und Wurzelfäule entstehen könnte.

Kokosfasern, Humus & Co.: Das richtige Substrat wählen

Auch die Frage nach dem richtigen Substrat ist nicht ganz unwichtig, damit die Monstera so richtig gut wächst und gedeiht. Generell eignet sich jedes humusreiche Substrat, das locker genug ist, damit ihre Wurzeln ausreichend Halt finden. Dieses muss jedoch Feuchtigkeit gut aufnehmen und durchlässig genug sein, um Staunässe gar nicht erst aufkommen zu lassen. Viele Liebhaber der grünen Wilden mischen deswegen ihr Substrat selbst. Hierfür ist eine 50:50-Mischung zwischen Erde und gröberen Bestandteilen recht beliebt:

  • Blumenerde, Bio-Wurmhumus & Kokosfasern verteilen die Feuchtigkeit und versorgen die Pflanze mit wichtigen Nährstoffen.
  • Blähton, Perlit & Co. lockern die Erde auf und sorgen für die nötige Durchlässigkeit.

Wer einem Befall von Trauermücken vorbeugen will, bedeckt die Erdoberfläche nach dem Umtopfen einfach mit Pflanz-Granulat. Dieses trocknet nach dem Gießen schnell an – so haben Trauermücken keine Chance. Ich greife hierfür gern zu Seramis.

Monstera deliciosa vermehren: Das Steckling-Einmaleins

Monsteras zu vermehren ist kein Hexenwerk. Und manchmal tut es größeren Exemplaren auch ganz gut, ein wenig gestutzt zu werden. Die beste Jahreszeiten hierfür sind Frühjahr und Sommer, wenn die Monstera aus ihrer Winterruhe erwacht und genügend eigene Wuchskraft mitbringt. Außerdem erfordert ein erfolgreiches Bewurzeln konstante Temperaturen von mindestens 20 Grad, damit sich der Steckling so richtig wohl fühlt – perfekt also für die nächste Wärmeperiode! Der ganze Vorgang erfolgt dann in drei Schritten.

  1. Steckling schneiden. Wichtig: Nicht einfach wild drauflos schneiden! Die einfachste Methode ist, einen sogenannten Kopfsteckling abzutrennen. Dieser besteht idealer Weise aus zwei Blättern und mindestens einer, besser aber zwei Luftwurzeln. Diese sichern das Überleben des Stecklings und treiben in Wasser richtige Wurzeln aus. Zwischen Luftwurzel und der Schnittstelle sollten gute 1-2 cm liegen. Pro-Tipp: Der Schnitt sollte zügig, glatt und mit einem scharfen und zuvor desinfizierten Messer erfolgen, um Verletzungen zu vermeiden.
  2. Schnittwunde antrocknen lassen. Der fertige Kopfsteckling sollte im Anschluss etwa eine Stunde an der Luft verweilen, damit die Schnittwunde antrocknen kann. So wird eine evtl. Fäulnis im Anschluss vermieden.
  3. Steckling baden lassen. Die eigentliche Bewurzelung erfolgt dann im Wasserbad. Hierfür findet der Ableger in einem mit Wasser gefüllten Glasgefäß Platz. Auch hierfür eignen sich Regen- und gefiltertes Wasser ganz prima. Als Gefäß nehme ich sehr gerne hohe Einmachgläser: Sie geben dem Steckling den nötigen Halt und speichern die Luftfeuchtigkeit sehr gut. Das mag dein Steckling besonders gern! Und nun heißt es: geduldig zurücklehnen und dieses kleine Wunder der Natur bestaunen. Ist der Steckling ausreichend bewurzelt, kannst du ihn einpflanzen. Hierfür nutzt du am besten die zuvor beschriebene 50:50-Mischung

Thripse, Trauermücken & Co.: Alles, was du über Krankheiten und Schädlinge der Monstera deliciosa wissen musst

Da die Monstera deliciosa eine recht robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze ist, treten Krankheiten und Schädlingsbefälle meiner Erfahrungen nach eher selten auf bzw. sind recht gut zu bekämpfen. Wichtig ist, seine Pflanze regelmäßig, beispielsweise beim Gießen, auf verdächtige Symptome hin zu „untersuchen“, damit besser schnell als zu spät interveniert werden kann. Im Großen und Ganzen sind vor allem folgende Phänomene welche, die Monstera-Fans auf Trab halten:

Bekommt deine Monstera braune Blattspitzen, Ränder oder Flecken? Mögliche Ursachen hierfür könnten eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder ein falscher Standort sein.

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit macht sich mit braunen, knusprigen Blattränder und -spitzen bemerkbar. Gleiches gilt, wenn die Monstera nicht genügend gegossen wird. Steht die Monstera deliciosa in direkter Sonne, droht Sonnenbrand! Dieser ist recht gut erkennbar und macht sich zunächst mit blassgrünen bis hellgelben Flecken bemerkbar, die sich schließlich braun färben. Teile des Blattes oder gar das ganze Blatt werden abgestoßen. Bekommt deine Pflanze braune Flecken, ist der Standort möglicherweise zu zugig oder aber die Monstera hat nicht genügend Platz. Schaue einmal, ob ihre Blätter die Zimmerwände oder gar die Decke berühren. Das mag sie in der Regel nicht. Ein neuer Standort kann direkt Abhilfe schaffen.

Steht die Monstera deliciosa zu nass, quittiert sie dies mit gelben Blättern, die sich im weiteren Verlauf braun färben und absterben. Das ein oder andere gelbe Blatt kommt hier und da mal vor, ist dies jedoch ein andauerndes Phänomen, sollte dringend der Wurzelballen überprüft werden, denn: Steht die Monstera zu lange zu nass, droht Wurzelfäule! Gelbe Blätter können außerdem auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Wie lange hast du deine Monstera nicht mehr gedüngt? Wenn du dich nicht mehr daran erinnern kannst, ist es vermutlich an der Zeit.

Ebenso, wie wir täglich Haare verlieren, verlieren auf Pflanzen mal ein Blatt. Das ist ganz normal und nicht direkt ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Verliert deine Monstera jedoch immer wieder ihre Jungblätter, solltest du sie einmal aus ihren Topf holen und auf Staunässe bzw. Wurzelfäule überprüfen. Woran du diese erkennst? Die Wurzeln der Monstera sind normalerweise fest, das Farbspektrum reicht von weiß bis beige bzw. hellbraun. Fäule macht sich durch dunkelbraune Wurzelstränge bemerkbar, die matschig sind und keine feste Konsistenz mehr haben, sodass sie die Pflanze nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgen können. Genau so sieht der Wurzelballen deiner grünen Schönheit aus? Dann musst du jetzt schnell handeln, Wurzelpflege betreiben und sie im Anschluss umtopfen.

Auch wenn die Monstera eher seltener Probleme mit Schädlingen hat, gibt es dennoch ein paar Biester, über die wir sprechen müssen. Denn Schädlinge, wie Schildläuse, Spinnmilben, Thripse und Wollläuse haben immer dann eine Chance, wenn die Grundbedürfnisse einer Pflanze nicht optimal bedient werden – und das passiert jedem mal. Worauf musst du also achten?

Schildläuse verstecken sich unter einer Art panzerartigem Deckel. Dieser ist braun und vorwiegend an Stängel und Blattrippen zu finden. Sie hinterlassen außerdem einen klebrigen Belag auf den Blättern. Spinnmilben erkennt man an feinen Gespinsten auf den Blattunterseiten und Stängeln deiner Pflanze, auf den Oberseiten entstehen dort, wo die winzig kleinen Tierchen an den Blattzellen saugen, weiße Punkte. Thripse sind besonders lästig, wenn die Bekämpfung braucht einen etwas längeren Atem. Du erkennst sie an den gelblichen Larven an den Blattunterseiten und an silbrigen Verfärbungen auf der Blattober- und Oberseite. Das Krankheitsbild kann sich dramatisch verschlechtern und reicht von welken Austrieben bis zum Tod der befallenen Pflanze. Wollläuse sind umgeben von watteartigen Gespinsten und anfangs meist am Triebansatz zu finden. All diese kleinen Tierchen lieben einen zu trockenen, schlecht belüfteten Standort. Was du tun kannst, um sie zu bekämpfen und schließlich fernzuhalten, erkläre ich ganz ausführlich in diesem Beitrag.

Weder Krankheit, noch Schädlingsbefall und dennoch ärgerlich ist es, wenn sich die typische Blattstruktur der Monstera nicht ausbildet. Dann bekommt deine Monstera vermutlich zu wenig Licht. Reminder: Die Monstera liebt es hell, aber sie mag kein direktes Sonnenlicht. Solch einen Standort hast du gewählt? Dann käme auch ein Nährstoffmangel in Frage. Diesen gleichst du mit Dünger aus. Wie du deine Monstera richtig düngst, wird weiter oben im Artikel beschrieben.

Hej, ich bin Anne.

Online-Redakteurin, Sozialpädagogin und Mama. Berufliche bewege ich mich zwischen zwei Welten – und schreibe ganz nebenbei noch an meinem ersten Kinderbuch. Schön, dass du da bist! über mich →

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